In Ziegelhäusern kommt man gut durch die Sommerhitze

Wer gerade sein Traumhaus plant, wird spätestens jetzt, bei den aktuell sommerlichen Temperaturen, viel über das zukünftige Raumklima nachdenken. Ziegel bieten für diese Herausforderung die beste Lösung, denn sie regulieren nachweislich die Temperatur und sparen noch dazu Energie.

So bewegt sich die Innenraumtemperatur – auch ohne Klimagerät – im Ziegelhaus stets im Wohlfühlbereich zwischen 22 und 27 Grad. Das bringt gegenüber Leichtbauweisen wie zum Beispiel Holz einen entscheidenden Vorteil.

Jährlich steigen auch in Österreich aufgrund des Klimawandels die Temperaturen und die Sommertauglichkeit der Gebäude wird hinterfragt. Klimageräte erscheinen temporär eine gute Lösung zu sein, verbrauchen aber sehr viel Energie – sind somit kostenintensiv – und belasten unsere Umwelt. Um dem heißen Klima in den Sommermonaten zu trotzen, eignen sich Ziegelwände besonders. Denn sie speichern nicht nur die Wärme und geben sie stark zeitverzögert wieder ab, sondern regulieren auch den Feuchtigkeitsaustausch innen und außen, was ein gesundes Raumklima schafft. Naturnahes und gesundes Wohnen ist das Ergebnis. So können heiße Sommertage zu Hause genossen werden.

Im Hinblick auf den Klimawandel eine zukunftsweisende Lösung, wie Claudia Ecker, Geschäftsführerin des Ziegelwerk Pichler Wels, unterstreicht:
„Energiebewusstes Bauen, die nachhaltige Einsparung von CO2 und die Verbesserung der Wohngesundheit, die der Ziegel als Naturprodukt bietet, sind die Anforderungen der Zeit und der kommenden Jahre.“


Natürliche Klimaanalage
Gegenüber Leichtbauweisen, wie z.B. Holz, bringen die massiven Ziegelwände mit ihrer hohen Speicherfähigkeit nachweislich Vorteile in der Raumtemperatur: Bis zu 3 Grad sind bei einer Außentemperatur von 30 Grad möglich. In Holzhäusern fehlt diese Schutzwirkung. Als bestes Beispiel als für ausgewogenen Temperatur dient das international mehrfach ausgezeichnete Bürohaus „2226“ in Lustenau. Das Bürohaus „2226“ benötigt – so das Konzept – weniger Energie und sorgt dank der elementaren Mittel der Architektur für Wohlbefinden.
Die konstruktiv-energetischen Grundlagen dafür stammen aus dem gesammelten Wissen von Baumschlager Eberle seit nunmehr 27 Jahren. Die Hülle verfügt über einen zweischaligen Wandaufbau aus Ziegel – die innere Schicht sorgt für eine hohe Druckfestigkeit während die äußere isoliert. Tiefe Fensterlaibungen reduzieren den Wärmeeintrag und innen angeschlagene Lüftungsflügel werden über Sensoren gesteuert, um das Raumklima behaglich zu machen.


Ein Beispiel: Im Winter sorgt die Abwärme von Menschen, dem Licht, den Büromaschinen und den Computern für einen hohen Energieeintrag – eigene Wärmequellen (Heizung) gibt es nicht, die Lüftungsflügel gehen erst auf, wenn der CO2 -Anteil im Raum steigt. Bei sommerlicher Hitze öffnen sich die Flügel in der Nacht für eine natürliche Kühlung. Die Temperierung findet also ganzjährig alleine über die ohnedies im Raum vorhandenen energetischen Quellen statt und soll gesicherte Temperaturen von 22 bis 26°C ermöglichen – daher auch der Name des Projekts: „2226“.

 

Über das Ziegelwerk Pichler Wels:
Das Ziegelwerk Pichler Wels ist seit mehr als 200 Jahren in Familienbesitz. Heute produzieren 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit modernen und umweltfreundlichen Verfahrens- und Produktionstechniken jährlich 110 Mio. Normalformateinheiten der Linien redbloc und klimabloc. Das entspricht dem Bedarf von rund 3.500 Einfamilienhäusern. Ein Teil der produzierten Ziegel wird im angrenzenden Fertigteilwerk zu redbloc Ziegelfertigteilen verarbeitet.