INFOS ZUM
PLANZIEGEL

  • Verarbeitung
  • Planziegel Zubehör
  • Versetzanleitung
  • Zeit ist Geld

Wichtige Verarbeitungshinweise

Mischen des Dünnbettmörtels

Verwenden Sie kaltes, sauberes Wasser in einem sauberen Eimer und streuen Sie unter ständigem Rühren langsam den Trockenmörtel ein, bis ein klumpenfreier, geschmeidiger Mörtel entsteht. Nach einer Reifezeit von 5 bis 10 Minuten nochmals durchmischen und die Konsistenz prüfen. Der Wasserbedarf kann durch Witterungseinflüsse leicht variieren.

Verarbeiten des Dünnbettmörtels
Tragen Sie nur so viel Mörtel auf, wie Sie in 5 bis 10 Minuten Planziegel versetzen können. Nach kurzen Arbeitsunterbrechungen sollte bei bereits aufgebrachtem Dünnbettmörtel vor dem Versetzen der Ziegel geprüft werden, ob der Mörtel auf den Stegen noch feucht und pastös ist. Direkte Sonneneinstrahlung und Wind beeinflussen die offene Zeit ungünstig.

Lagerung des Dünnbettmörtels
Den Mörtel unbedingt vor Feuchtigkeit schützen. Die Lagerung muss auf Holzrosten in geschlossenen Gebäuden erfolgen. Eine Lagerzeit von 3 Monaten soll nicht überschritten werden.

Verbindung zu Innenwänden
Die Planziegel-Außenwände werden mit den Innenwänden durch V4A-Flachstahl-Maueranker in zumindest jeder zweiten Scharhöhe verbunden.

Arbeitsunterbrechung und Witterungsschutz
Das Arbeitsgerät bei Arbeitsunterbrechung mit klarem Wasser reinigen. Bei längerer Arbeitsunterbrechung die Mauerwerkskrone (zum Beispiel mit dem Verpackungsmaterial des klimabloc Planziegels) abdecken, um eine Durchnässung des Mauerwerks und eine Auswaschung zu verhindern. Damit bleibt eine kurze Austrocknungszeit gewährleistet.
 

Bei uns erhältlich

  • Planfix-Justiergerät
  • Mörtelwalze
  • Abrollgitter
  • klimabloc Dünnbettmörtel
  • V4A-Flachstahl-Maueranker
     

Was Sie sonst noch benötigen

  • Wassereimer
  • großen Kübel oder Mörtelwanne zum Anmischen
  • Mörtelwanne zum Auflegen des Abrollgitters
  • Quirl (ca. 600 U/min)
  • kaltes, sauberes Wasser
  • Abziehlatte
  • Wasserwaage
  • Arbeitshandschuhe

Das Planziegel Zubehör

Das Planfix-Justiergerät

Dieses Hilfsmittel ermöglicht die Herstellung eines exakten Mörtelbettes zur Verlegung der ersten Ziegelschar. Ein unerlässliches Gerätepaar, um die beim klimabloc Planziegel geforderte Niveaugenauigkeit für die erste Ziegelschar zu erreichen.

Die Mörtelwalze

Das Auftragen des Dünnbettmörtels funktioniert mit diesem Hilfsmittel einfach, rasch und sauber in der gewünschten Mauerstärke. Nur in Pfeilrichtung verwenden! Die Auftragsbreite kann der jeweiligen Mauerstärke angepasst werden

Das Abrollgitter

Es dient nicht nur zum Absetzen der Mörtelwalze, es ist auch eine unerlässliche Hilfe, um nach dem Befüllen die Gummilamellen der Mörtelwalze vollständig mit dem Dünnbettmörtel zu füllen.

Der klimabloc Dünnbettmörtel

ZP 99 ist im Ziegelpreis bereits enthalten und speziell für den klimabloc Planziegel und das Auftragen mit der Mörtelwalze konzipiert. Der Dünnbettmörtel wird in leicht handhabbaren Papiersäcken zu je 25 Kilo geliefert.

Die Planziegel Versetzanleitung

Mit einem Nivelliergerät oder Laser ermitteln Sie den höchsten Punkt des Fundamentes bzw. der Bodenplatte. Legen Sie in der Breite des Mauerwerkes eine Bitumenbahn auf. Ausgehend von diesem höchsten Punkt des Fundamentes bzw. der Bodenplatte legen Sie ein vollflächiges Mörtelbett für die erste Ziegelschar an, das mindestens 1,5 cm stark sein muss. Das Planfix-Justiergerät ermöglicht ein millimetergenaues Abziehen mit der Messlatte zwischen den beiden Teilen des Justiergerätes. In die noch feuchte Mörtelschicht wird die erste Ziegelschar nach herkömmlicher Art versetzt. In dieser Phase ist äußerste Genauigkeit erforderlich.

 

Den klimabloc Dünnbettmörtel mit dem Quirl unter Zugabe von ca. 8,5 Liter Wasser je 25-Kilo-Sack anrühren. Unter keinen Umständen zuviel Wasser zugeben. Nach einer Reifezeit von 5 bis 10 Minuten nochmals durchmischen und die Konsistenz prüfen: Kelle mit der Unterseite auf den Mörtel legen und senkrecht anheben. Lässt sich der Mörtel ca. 7 bis 10 cm hochziehen, ist die Konsistenz in Ordnung. Das Abrollgitter auf die Mörtelwanne legen und den Dünnbettmörtel in die durch gutes Vornässen vorbereitete und geschlossene Mörtelwalze einfüllen. Füllen Sie das Gerät bis maximal drei Viertel des Fassungsvermögens. Im Kübel angesetzter Dünnbettmörtel bleibt etwa 4 Stunden verarbeitbar. Das Abrollgitter leistet dabei auch praktische Dienste zum Abstellen der Mörtelwalze. Den Spendermechanismus der Mörtelwalze öffnen und auf dem Abrollgitter in Pfeilrichtung so lange abstreifen, bis alle Gummilamellen vollständig mit Mörtel gefüllt sind. Achten Sie darauf, dass Sie die Mörtelwalze zum Abstellen immer schließen. Die Mörtelwalze auf das Mauerwerk aufsetzen, den Spendermechanismus öffnen und in Pfeilrichtung abrollen, um den Dünnbettmörtel in einer gleichmäßigen Schicht auf die Stege der Ziegel aufzutragen. Der Rollvorgang kann wiederholt werden, da bei nochmaligem Überrollen bzw. bei Überlappungen kein zusätzlicher Mörtel aufgetragen wird. Vor dem Absetzen den Spendermechanismus wieder schließen. Beim Versetzen erleichtern Nut und Feder des klimabloc Planziegels das Ausrichten, sodass zügig gearbeitet werden kann. Den Ziegel auf den Dünnbettmörtel setzen und nicht schieben. Aufgetragener Dünnbettmörtel bleibt 5 bis 10 Minuten verarbeitbar. Achten Sie bei den folgenden Ziegelscharen auf den lt. Ö-Norm vorgeschriebenen Verband von mindestens 30% der Ziegellänge.

Zeit ist Geld!

Am Stein der Weisen haben sich schon die Alchemisten des Mittelalters vergeblich versucht. Mit dem klimabloc-Planziegel sind die Entwicklungsspezialisten des Ziegelwerkes Pichler diesem alten Menschentraum aber sehr nahe gekommen. Was kann man sich mehr wünschen: Mit dem Planziegel werden gegenüber der konventionellen Verarbeitung bis zu 25% Zeit beim Aufmauern eingespart; aufgrund der nur 1 Millimeter dicken Mörtelschicht in der Lagerfuge ist eine Ersparnis von bis zu 95% beim Mörtel gegeben.

 

Die neue Art des Bauens hat sich in kürzester Zeit durchgesetzt, denn die Vorteile liegen klar auf der Hand. Die Baustellen-Logistik wird übersichtlicher und einfacher, die Zeitabläufe werden gestrafft. Der minimierte Mörtelverbrauch, die stark reduzierte Baufeuchte und die dadurch verkürzte Trocknungszeit sind eine Evolution am Bau.